‚Ich fürchte für euch nach mir, was euch von der Schönheit und dem Schmuck dieser Welt eröffnet wird

‚Ich fürchte für euch nach mir, was euch von der Schönheit und dem Schmuck dieser Welt eröffnet wird

Über Abu Sa'id Al-Khudri - möge Allah mit ihm zufrieden sein - wird überliefert, dass er sagte: „Der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - saß eines Tages auf der Kanzel („Minbar“) und wir saßen um ihn herum, und er sagte: ‚Ich fürchte für euch nach mir, was euch von der Schönheit und dem Schmuck dieser Welt eröffnet wird.‘ Ein Mann sagte: ‚O Gesandter Allahs, wird das Gute mit dem Schlechten kommen?‘ Der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - schwieg, und es wurde zu ihm gesagt: ‚Was ist mit dir los? Du sprichst mit dem Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - und er spricht nicht mit dir?‘ Wir dachten, dass ihm Offenbarung hinabgesandt wurde. Er wischte sich den Schweiß ab und sagte: ‚Wo ist der Fragende?‘ - es schien, als hätte er ihn gelobt. Dann sagte er: ‚Das Gute kommt nicht mit dem Schlechten. Was der Frühling hervorbringt, tötet oder verletzt, außer dem, der das Grüne frisst. Er frisst, bis seine Seiten sich ausdehnen, dann wendet er sich der Sonne zu, erbricht und uriniert, und weidet dann wieder. Dieses Vermögen ist wie grüne, süße Pflanzen. Es ist gut für den Muslim, wenn er davon dem Bedürftigen, der Waise und dem Reisenden gibt‘ - oder wie der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte. ‚Und wer es sich zu Unrecht nimmt, ist wie derjenige, der isst und nicht satt wird, und es wird am Tag der Auferstehung gegen ihn zeugen.‘“

[Authentischer Text] [Muttafaqun alayh (Übereinstimmend bei al-Bukhari und Muslim verzeichnet)]

الشرح

Der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - saß eines Tages auf der Kanzel und sprach zu seinen Gefährten und sagte: „Was ich am meisten für euch nach mir fürchte, ist das, was euch von den Segnungen der Erde und der Schönheit und dem Schmuck dieser Welt und ihrer Pracht eröffnet wird, und was darin an verschiedenen Arten von Gütern, Kleidung, Pflanzen und anderen Dingen ist, mit denen die Menschen aufgrund ihrer Schönheit prahlen, obwohl sie nur von kurzer Dauer sind.“ Ein Mann sagte: „Die Schönheit der Welt ist eine Gnade von Allah. Wird diese Gnade sich in ein Unglück und eine Strafe verwandeln?!“ Die Leute tadelten den Fragenden, da sie sahen, dass der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - schwieg, und dachten, er habe ihn verärgert. Es stellte sich heraus, dass ihm - Allahs Segen und Frieden auf ihm - die Offenbarung herabgesandt wurde. Dann begann er, sich den Schweiß von der Stirn zu wischen und sagte: „Wo ist der Fragende?“ Er sagte: „Ich bin es.“ Er lobte Allah und pries Ihn, dann sagte der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm -: „Das wahre Gute kommt nur mit Gutem, aber diese Schönheit ist nicht nur Gutes, aufgrund der Versuchung, des Wetteiferns und der Beschäftigung damit, die vom vollständigen Streben nach dem Jenseits ablenkt.“ Dann machte er dafür ein Gleichnis und sagte: „Die Pflanzen und das Grün des Frühlings - eine Art von Pflanzen, die dem Vieh gefallen - töten es aufgrund übermäßigen Fressens durch Ersticken oder bringen es nahe daran, außer demjenigen, der das Grüne frisst, bis seine Bauchseiten sich füllen, dann wendet er sich der Sonne zu, erbricht etwas von dem, was er gefressen hat, in flüssiger oder fester Form, dann würgt er das wieder hoch, kaut es und schluckt es, dann geht er zurück und frisst weiter.“ Dieses Vermögen ist wie grüne, süße Pflanzen. Es tötet oder bringt fast um durch seine Fülle, außer wenn man sich auf das Wenige beschränkt, das die Bedürfnisse deckt und zur Genüge reicht, und es auf erlaubtem (halal) Weg erlangt wurde; dann schadet es nicht. Und wie gut ist der Muslim, der davon dem Armen, der Waise und dem Reisenden gibt - oder wie der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte: „Und wer es sich zu Unrecht nimmt, ist wie derjenige, der isst und nicht satt wird, und es wird am Tag der Auferstehung gegen ihn zeugen.“

فوائد الحديث

An-Nawawi sagte: „Es zeigt den Vorzug des Vermögens für denjenigen, der es rechtmäßig erworben und für gute Zwecke verwendet hat.“

Die Information des Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - [Alternative: Der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - informierte/berichtete] über den Zustand seiner Gemeinschaft und was ihr von der Schönheit des weltlichen Lebens und ihren Versuchungen eröffnet werden wird.

Es gehört zur Rechtleitung des Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm -, Gleichnisse zu verwenden, um die Bedeutungen näherzubringen.

Die Ermutigung zur Wohltätigkeit und zur Verwendung des Vermögens für gute Zwecke sowie die Warnung vor dem Zurückhalten.

Aus seiner Aussage „Das Gute kommt nicht mit dem Schlechten“, kann man ableiten [Alternativen: lässt sich ableiten, geht hervor, wird entnommen], dass der Lebensunterhalt - selbst wenn er reichlich ist -, zu den guten Dingen gehört. Das Schlechte kann ihm nur durch Geiz gegenüber den Bedürftigen oder Verschwendung bei Ausgaben für unerlaubte Dinge widerfahren. [Alternative: Schlechtes trifft ihn nur durch Geiz gegenüber den Bedürftigen oder durch Verschwendung bei Ausgaben für Dinge, die nicht erlaubt sind.] Alles, was Allah dazu bestimmt hat, gut zu sein, kann nicht schlecht sein, und umgekehrt. Aber man muss befürchten, [Alternative: Doch ist zu befürchten,] dass demjenigen, der mit Gutem gesegnet wurde, in seinem Umgang damit etwas widerfährt, das ihm (schließlich) Schlechtes einbringt.

Nicht übereilt zu antworten, wenn die Angelegenheit Überlegung erfordert. [Alternative: Die Vermeidung einer übereilten Antwort, wenn die Angelegenheit Überlegung erfordert.]

At-Tayyibi sagte: „Daraus können vier Kategorien abgeleitet werden: (1.) Derjenige, der davon isst, um Genuss zu erlangen - übermäßig und gierig -, bis seine Rippen sich ausdehnen, und er hört nicht auf, bis er (schließlich) schnell zugrunde geht. (2.) Derjenige, der ebenso isst, aber nach Wegen sucht, die Krankheit zu heilen, nachdem sie sich verschlimmert hat und ihn überwältigt hat, und ihn tötet. [Alternative: nachdem sie sich verschlimmert und überwältigt hat und ihn (schließlich) tötet ODER: nachdem sie sich verschlimmert; doch sie überwältigt ihn und tötet ihn (schließlich).] (3.) Derjenige, der ebenso isst, aber sich beeilt, das zu beseitigen, was ihm schadet, und sich bemüht, es abzuwehren, bis es verdaut ist - und er überlebt. (4.) Derjenige, der nicht übermäßig oder gierig isst, sondern sich auf das beschränkt, was seinen Hunger stillt und ihn am Leben erhält. Der erste ist ein Beispiel [Alternative: Gleichnis] für den Ungläubigen; der zweite für den Sünder, der sich von der Umkehr und Reue abwendet, bis es zu spät ist, der dritte für denjenigen, der sich vermischt hat, aber sich beeilt umzukehren, wenn sie noch angenommen wird; [Alternative: der zur Reue eilt, solange sie noch angenommen wird;] und der vierte für denjenigen, der der Welt entsagt und sich nach dem Jenseits sehnt.“

Ibn Al-Munir sagte: „In diesem Hadith gibt es wunderbare Aspekte [?vllt: Formen / Arten] von Gleichnissen: Erstens: Das Gleichnis des Vermögens und seines Wachstums mit Pflanzen und ihrem Erscheinen. Zweitens: Das Gleichnis desjenigen, der in den Erwerb und die Mittel vertieft ist, mit Tieren, die in Gräsern vertieft sind. Drittens: Das Gleichnis der Vermehrung und des Hortens von Vermögen mit Gier beim Essen und der Völlerei damit. Viertens: Das Gleichnis dessen, was vom Vermögen trotz seiner Größe in den Seelen herauskommt, was zu übermäßigem Geiz führt, [?vlt: in den Seelen verbleibt und zu übermäßigem Geiz führt,] mit dem, was das Tier an Kot ausscheidet. Dies ist ein subtiler Hinweis auf seine Verachtung im Sinne der islamischen Gesetzgebung. Fünftens: Das Gleichnis desjenigen, der sich vom Sammeln und Anhäufen zurückzieht, mit dem Schaf, wenn es sich ausruht und seine Seite der Sonne zuwendet; denn dies ist einer seiner besten Zustände in Bezug auf Ruhe und Frieden. Es weist darauf hin, dass es seine Interessen erkennt. Sechstens: Das Gleichnis des Todes des Sammlers und Zurückhaltenden mit dem Tod des Tieres, [Alternative: Das Gleichnis des Todes desjenigen, der sammelt und zurückhält, ist wie der Tod eines Tieres,] das sich nicht darum kümmert, das abzuwehren, was ihm schadet. Siebtens: Das Gleichnis des Vermögens mit einem Gefährten, von dem man nicht sicher sein kann, dass er sich nicht in einen Feind verwandelt. Denn das Vermögen neigt dazu, aus Liebe dazu bewacht und festgehalten zu werden. Dies erfordert, es seinen Berechtigten vorzuenthalten, was zu einer Bestrafung seines Besitzers führen kann. Achtens: Das Gleichnis desjenigen, der es sich zu Unrecht nimmt, mit demjenigen, der isst und nicht satt wird.“

As-Sindi sagte: „In der Überlieferung sind zwei Dinge erforderlich: Erstens, es auf rechtmäßige Weise zu erwerben, und zweitens, es für seine vorgesehenen Zwecke auszugeben. Wenn eines davon fehlt, wird es schädlich [...]. Es könnte gesagt werden: Es gibt einen Hinweis auf die Verbindung zwischen den beiden Bedingungen; der Mensch [Alternative: Darin liegt ein Hinweis auf die Verbindung/Verknüpfung zwischen den beiden Bedingungen; denn der Mensch] wird nicht dazu geführt, es für die vorgesehenen Zwecke auszugeben, außer wenn er es auf rechtmäßige Weise erworben hat.“

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Die üblen Folgen der Liebe zum Diesseits